Rheine am nördlichen Rand NRWs hat sicher viel zu bieten, aber die Zwischenrunde der KnA-Verbandsliga am 29.2.2020 gehört sicher bis auf weiteres zu den Höhepunkten. Zum Glück gibt’s dieses Datum nur alle vier Jahre. Öfter wäre sicher schädlich für die nervliche Konstitution aller Anwesenden. Was war geschehen?
Nach dem Gewinn der Rhein-Wupper Meisterschaft nur zwei Wochen zuvor in der heimischen Halle ging es für das Team von Ben Böke zur Zwischenrunde nach Rheine, um zwei von vier Teilnehmern der baldigen Endrunde zu ermitteln. Leider konnte Ben die Jungs an diesem Tag nicht coachen, würde aber sehr gut und gewohnt ansagesicher von Moritz Museller vertreten.

Nach nicht mal zwei Stunden Fahrt kam der CSV-Konvoi in Westfalen an und sah ein eher verhalten-defensives erstes Spiel zwischen dem Gastgeber Rheiner HTC und ETUF aus Essen (Endstand 1:1). Das sah nach machbaren Aufgaben aus…
CSV’s erster Gegner hieß dann THC Bergisch Gladbach – eine Mannschaft, die in ihrer Gruppe bisher alle Spiele souverän gewonnen hatte, mit einem Torverhältnis von 55:9 (im Schnitt: mehr als 6 Tore pro Spiel)! Entweder wussten unsere Jungs davon nichts, oder es war ihnen schlicht gleichgültig, denn was sich dann auf dem Platz abspielte, war von dem ersten Spiel soweit entfernt, dass man meinte, plötzlich in einer anderen Liga gelandet zu sein. Gut eingespielte und ballsichere Berg. Gladbacher setzten den CSV gleich zu Beginn unter Druck, aber die Abwehr stand und immer wieder gelangen Konter und nach kurzer Zeit war es ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Leider gingen die Gegner in Führung und erzielten insgesamt drei Treffer. Zwei schöne Tore von Jonas ergaben schließlich das Endergebnis von 2:3. Ein knappes Ergebnis, vor allem in Anbetracht der weiteren 4:0 und 8:0 Siege des THC Berg. Gladbach an diesem Tag

Im zweiten Spiel des CVS ging es gegen den Essener Turn- und Fechtverein. Diesmal war unser Team deutlich überlegen, haderte dafür allerdings umso mehr mit Abschlussschwäche, Schiedsrichterentscheidungen und teils robuster Spielweise des ETUF. Eine hitzige Partie, nicht zuletzt auf der Zuschauerbank – auch beruhigendes Handauflegen hatte nur mäßigen Erfolg bei dem einen oder anderen väterlichen Fan. Sehr kurz vor Ende der bis dahin torlosen (!) Partie hatte dann Leo ein Herz für Eltern-am-Rande-des-Nervenzusammenbruchs und schob zum 1:0 ein.

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Das sollte bitte nicht nochmal so knapp ausgehen, war zumindest der naive Wunsch des Autors vor dem letzten Spiel des Tages. Aber der Gegner hieß RHTC, war an diesem Tag mit ca 12 Spielern und zwei Goalies anwesend (auch wenn die Hälfte des Teams eher selten spielte) und hatte außerdem halb Rheine in die Halle geladen – wenn man nach der nun einsetzenden Lautstärke des Rheine-Blocks urteilte. Dementsprechend stand nun anscheinend auch eine andere Mannschaft auf dem Feld als noch im ersten Spiel des Tages. Offensiv und teilweise mit schönen Einzelleistungen brachten die Gastgeber die CSV-Abwehr immer wieder in Bedrängnis und irgendwann kam dann auch das erste Gegentor. Wieder war es Leo, der mit seinem Ausgleichstreffer die Stimmung anhob, die auch in diesem Spiel wieder unter fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen gelitten hatte. Zum Glück resultierten daraus keine gegnerischen Tore. Ein Siebenmeter des RHTC wurde von Luke souverän pariert. Auch eine zweifelhafte Zeitstrafe für Fritz konnten die Gegner nicht ausnutzen. Dennoch ging der RHTC in der zweiten Hälfte wieder in Führung und halb Rheine daraufhin durch die Decke. Das darauf folgende Pressing der Krefelder – angefeuert von lauten Fan-„Gesängen“ – führte zwar zu kurzen Ecken, aber keinem Tor. Bis dann wieder Leo (logo!) kurz vor Ende zum Remis abschloss.
Spannung pur also und am Ende mit 4 Punkten der zweite Platz dieser Zwischenrunde.

2020 Halle KnA

In der Endrunde kommt dann wieder als erstes der bekannte THC Berg. Gladbach auf uns zu, und aus der parallel ausgerichteten Zwischenrunde sehen wir Mettmann und Münster – es bleibt spannend.
Schon heute kann man den KnA ein riesiges Kompliment machen. Spielstärke, Kampfgeist und Moral bzw. Matschbrötchen haben zu diesem Erfolg geführt, perfekt eingestellt von Ben, ausgezeichnet gecoacht von Moritz, subtil angefeuert von weiblichen Mitgereisten und hin&hergefahren von den Eltern – danke für neuen grauen Haare.

Wir freuen uns auf die Endrunde!!

 

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